Nordmann Heizungsbau - Wärmepumpe in Gütersloh

Nordmann Heizungsbau - Wärmepumpe in Gütersloh
kostenloser Wärmepumpen-Check vor Ort

Für die Intallation einer Wärmepumpe muss die bestehende Heizungsanlage komplett durchgecheckt werden - Mediziner würden von einer Anamnese sprechen.

Dieser Ist-Zustand ist Hauptbestandteil der darauf aufbauenden Optimierung bzw. Sanierung Ihrer Heizungsanlage mit einer Wärmepumpe, also der anzustrebende zukünftige Soll-Zustand.

Diesen Heizungs-Check führe ich vor Ort durch.

Bitte kontaktieren Sie mich dafür idealerweise per email mit möglichst vielen Daten vorab:

  1. Name, Adresse und Telefonnummer
  2. Baujahr des Hauses sowie eine stichpunktartige Liste der seit Bau des Hauses eventuell schon erfolgten energetischen Sanierungsmaßnahmen wie z.B.
    • neue Fenster
    • Wärmedämmung von Dach, Spitzboden, Rolladenkästen, Kellerdecke, Aussenfassade o.ä.
  3. Hersteller, Typ und Alter der aktuelle Heizungsanlage (dies steht auf dem Protokoll des Schornsteinfegers)
  4. Fotos der aktuellen Heizungsanlage, also z.B. Heizkessel mit Warmwasserspeicher, Öltanks falls vorhanden, Fußbodenheizungsverteiler falls vorhanden, etc.
  5. Ölverbrauch in Liter bzw. Gasverbrauch in m³ im Durchschnitt der letzten 3-4 Jahre
  6. Wissen Sie, wie hoch in den letzten Jahren in der Heizperiode bei kalten Außentemperaturen (z.B. bei -5° C oder kälter) die Vorlauftemperatur in Ihrer Heizungsanlage war ?
  7. welche Wärme-Quellen sind noch vorhanden, z.B. :
    • thermische Solaranlage für Wärme?
    • Holzheizung?
    • Kachelofen oder Kaminofen?
    • PV-Anlage (falls ja bzw. schon konkret geplant: Wie groß?)
  8. sehr notwendig ist für mich eine Wohnflächenberechnung, also eine Liste aller Räume im Haus mit der jeweiligen Fläche (also z.B. Wohnzimmer 22,8 m², Küche 16,4 m², WC 1,9 m², usw.).
    Damit kann ich meine Unterlagen für den vor-Ort-Termin bei Ihnen bestmöglich vorbereiten, vor Ort alle in den einzelnen Räumen vorhandenen Heizkörper dokumentieren, um damit dann den tatsächlichen Ist-Zustand der Heizungsanlage zu ermitteln.
    (Dies wird ab 01.01.2024 Pflicht für jede neu zu installierende Heizungsanlage, auch im Altbau!)
  9. Wo wäre ein möglicher Standort der Wärmepumpe draußen, idealerweise möglichst nah am Haus ? (siehe auch Aufstellung)

Hintergrundinformation:

Der von mir durchgeführte Heizungs-Check umfasst

  • Wärmererzeugung (Ölkessel, Gaskessel, Öl- und Gas-Brennwerttechnik, Holzheizung, Pelletkessel, thermische Solaranlagen, Wärmepumpe etc.)
  • Wärmespeicherung (Pufferspeicher, Solarspeicher, Schichtenspeicher, Langzeitspeicher etc.)
  • Wärmeverteilung (Rohrleitungen, Wärmedämmung etc.)
  • Wärmeübertragung auf die zu beheizenden Räume (Heizkörper, Flächenheizung = Fußbodenheizung, Wandheizung etc.)
  • Warmwasserbereitung (zentral, dezentral, Speicherung etc.)

Parallel gebe ich gerne Tipps und Empfehlungen zur Energieeinsparung im Gebäudebereich.

Tipp: www.energieausweis-guetersloh.de


Bis vor gar nicht so langer Zeit wurden Heizkörper sehr häufig nach Optik ausgesucht und installiert, häufig unterhalb des Fensters eben in der Breite des Fensters. So kommt es vor, dass die Heizkörperdimensionierung in jedem Raum völlig verschieden, aber in so gut wie keinem Raum richtig durchgeführt und umgesetzt worden ist!

Dies sind dann die Wärmepumpen-Anlagen, die am Stammtisch, im Sportverein und bei der Geburtstagsfeier intensiv besprochen werden, weil sie im schlimmsten Fall mehr Stromkosten verursachen als zuvor die Gasheizung oder der Ölkessel. Jeder kennt jemandem, dem genau dies angeblich schon passiert ist, und so bleibt das Gerücht gegenwärtig, dass man in einem Altbau keine moderne Luft-Wärmepumpe einbauen kann.
Ich habe diese Erfahrung noch bei keiner meiner Wärmepumpen-Anlagen gemacht, und die meisten sind monovalent installiert, d.h. die einzige Wärmequelle im Gebäude (>> Referenzen)

Alles entscheidend für den Einsatz einer Luft-Wärmepumpe im Altbau ist die Anpassung der Heizkörper aufeinander. Diese müssen hinsichtlich ihrer Heizleistung gleich groß dimensioniert sein !
Ist nur 1 Heizkörper im Gebäude zu klein ausgelegt, muss wegen diesem die Vorlauftemperatur unnötig hoch eingestellt werden, was - langfristig betrachtet - mehr kostet als ein neuer größerer Heizkörper. Aus diesem Grund werden ja auch im Zuge eines Umbaus der Heizungsanlage auf Wärmepumpe die Optimierung der Heizflächen und Heizkörper vom Staat voll mit bezuschusst!


Jedes Grad niedriger im Vorlauf spart über die Jahre eine große Menge an Energie in Form von Strom. Die Hersteller kalkulieren hier mit ca. 2 bis 2,5 % Stromersparnis je Grad weniger im Vorlauf.
Wäre nur 1 Heizkörper im Gebäude nicht bestmöglich dimensioniert, und müßte nur wegen ihm die Vorlauftemperatur im gesamten System um ein paar Grad erhöht werden, wird dies Ihre Heizkosten über viele Jahre völlig unnötig deutlich erhöhen.

Beispiel
Beschränken wir uns nun auf den typischen Altbau mit Heizkörpern:
Hier wird eine Wärmepumpe mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 55°C im Vorlauf bei -10°C Außentemperatur angesetzt. Das Wohnhaus benötigt in diesem Beispiel 14 kw Heizleistung.
Es ergibt sich ein Auslegungspunkt bei 14 und -10 auf der Zeichnung unten, von diesem zieht man einen Strich nach unten auf die -10°C und einen zweiten auf z.B. +20°C, weil ab +20° Außenteperatur das Gebäude geheizt werden soll. (Viele meiner Kunden senken diesen Wert selbst auf +16°, +17° oder +18°, da auch das für die Beheizung ihres Hauses ausreichend ist)
Es ergibt sich der Arbeitsbereich der Wärmepumpe für dieses Objekt:


Wichtig ist nun die obere durchgezogene Linie ("maximal") in der Graphik: Die Kennlinie der Wärmepumpe.
Es ergibt sich der sogenannte Bivalenzpunkt bei ca. -3°C Außentemperatur. (Der Bivalenzpunkt ist der Punkt, ab dem die Wärmepumpe rein rechnerisch nicht mehr die Beheizung des Gebäudes alleine schafft, also eine zweite Wärmequelle hinzugeschaltet werden muss.)
In der Praxis hat es sich herauskristallisiert, dass der Bivalenzpunkt häufig 1 - 3 Grad tiefer liegt als rechnerisch ermittelt aufgrund des Nutzerverhaltens. Darum schalten gute Wärmepumpen nicht sofort bei Erreichen des Bivalenzpunktes den zweiten Wärmeerzeuger zu, sondern warten noch 2 - 4 Stunden (dies ist auch einprogrammierbar!), ob tatsächlich der energetische Bedarf für die Zuschaltung besteht.

Die wichtigste Erkenntnis aus der Graphik oben ist aber, dass nur in dem kleinen dick schraffierten Dreieck eine zweiter Wärmeerzeuger notwendig sein könnte, denn selbstverständlich läuft die Wärmepumpe in diesem Bereich noch weiter mit, aber eben nicht mehr so effizient.
Im gesamten unteren dünn schraffierten Bereich ist die Wärmepumpe die alleinige Wärmequelle für das Gebäude.

Nun können Sie sich überlegen, ob sich für dieses kleine Feld oberhalb des Bivalenzpunktes eine Hybridheizung mit zusätzlichem Gaskessel rentiert, oder ob für diese wenigen Tage im Jahr nicht 1 oder 2 zusätzliche Heizstäbe völlig ausreichend sind. (>> Preis- und Systemvergleich)
Die Erfahrung hat gezeigt, dass an diesen wenigen Tagen im Jahr die Stromkosten steigen, aber eben nur verhältnismäßig: Mehrere Kunden von mir haben z.B. an den kalten Februartagen 2021 mit bis zu -19°C Außentemperatur in Gütersloh ihren Stromverbrauch mitgeschrieben und Strommehrkosten von durchschnittlich ca. EU 8 / Tag festgestellt, also über die gesamte kalte Phase von ca. 8 Tagen ca. EU 60-70 mehr als üblich. Von den EU 70.- könnte man mal gerade den Schornsteinfegerbesuch an der Gasheizung bezahlen, aber niemals die Gasheizung selbst, die jährliche Wartung, die Gaszählergrundgebühr, die CO2-Steuer, etc. ...

Aus diesem Grund berechne ich IMMER Ihre Heizflächen möglichst exakt, um Ihnen auf Basis dieses Ergebnisses eine bestmögliche und möglichst effiziente Wärmepumpen-Lösung vorzuschlagen und mit Ihnen zu besprechen.

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